13. Juli 2022

„Bleibt fröhlich, denn wenn man fröhlich ist, ist man meist gesund!“

– 63 Schülerinnen und Schüler des Beruflichen Gymnasiums der Anne-Frank-Schule Rastatt erreichen unter besonderen Bedingungen in den letzten drei Jahren die Hochschulreife – einmal sogar mit der Traumnote 1,0!

Die vier Abschlussklassen des Beruflichen Gymnasiums mit den Profilen „Gesundheit und Biologie“, „Biotechnologie“ sowie zwei Klassen des Profils „Pädagogik und Psychologie“ haben ihren Abschluss geschafft und am vergangenen Donnerstag und Freitag klassenweise im Mehrzweckraum „mensa&more“ der Anne-Frank-Schule Rastatt ihre Abiturzeugnisse erhalten.

Eröffnet wurde die feierliche Zeugnisübergabe jeweils durch den Abteilungsleiter des Beruflichen Gymnasiums Hartmut Kühlmann sowie durch die Schulleiterin Gabriele Reeb. „Sie waren für mich ein ganz besonderer Abiturjahrgang,“ stellte sie fest und verwies damit in ihren Begrüßungsworten auf die besonderen Bedingungen der letzten drei Jahre unter Corona, die den bislang gewohnten Schulbetrieb enorm verkompliziert hätten. Am Ende dieses Schuljahres würde das 50jährige Anne-Frank-Schuljubiläum gefeiert, Anne Frank selbst wäre im Juni 93 Jahre alt geworden, ihre Worte hätten bis heute tiefe Wirkung entfaltet, beispielsweise diese: „Wann werden wir wieder Menschen und nicht nur Juden sein?“. Gabriele Reeb zog Bezüge zum Thema Menschenwürde, Anne Frank hätte sich mehr Autonomie und Verbundenheit gewünscht, wir sollten Menschen nicht auf ihre Zugehörigkeit reduzieren. Besonders stolz sei Gabriele Reeb in diesem Zusammenhang auch darauf, dass sich die Anne-Frank-Schule für eine „Schule ohne Rassismus“ ausgesprochen habe, daher appellierte sie abschließend „Seien Sie sich Ihrer Würde bewusst!“.

 

Den musikalischen Rahmen gestaltete die Schulband, bestehend aus Steven Schartner und Chiara Sticher (Gitarre) sowie Markus Kreideweis (Schlagzeug) unter der Leitung von Musiklehrer Tim Ohlsson, der am Saxophon begleitete. Aber auch die Absolventinnen und Absolventen selbst sorgten für ein unterhaltsames Programm: Bei der Feier des Profils „Gesundheit und Biologie“ spielten beispielsweise Diana Hollmann und Corine Gibilisco ein gefühlvolles Musikstück am Keyboard, Milanka Sprengel und Lara Traue fanden bewegende Glückwunschworte sowohl für die Abiturienten als auch Dankesworte für die anwesenden Fachlehrkräfte, die die Klasse drei Jahre begleitet und vorbereitet hatten, auch eine Diashow mit Fotos dieser ereignisreichen Zeit wurde präsentiert.

 

Zahlreiche Preise konnten gemeinsam mit den Zeugnissen vergeben werden: Den Preis des Landrats für die beste Gesamtleistung erhielt Vera Essig mit einem Gesamtschnitt von 1,0, über Fachpreise freuten sich Jule Wörther (Ethik) und Maike Fritsch (Preis der Heidehof-Stiftung für Gesundheit und Pflege). Den Scheffel-Preis im Fach Deutsch erhielt Natascha Kiesle, den Preis für die beste Leistung im Fach Biotechnologie Magnus Brach und den Preis im Fach Wirtschaftslehre Lena Duffner. Emily Wegst freute sich über den Preis für beste Leistungen im Fach Bildende Kunst, Corine Gibilisco über den Fachpreis Italienisch. Alina Schäfer nahm den Ökumenischen Schulpreis entgegen und Katharina Walter den Friedrich-Gantner-Sprachpreis des Rotary Clubs. Chiara Sticher und Vera Essig erhielten den Preis für die beste Leistung im Fach Englisch. Außerdem gab es Auszeichnungen für Magnus Brach und Maike Fritsch im Fach Musik, für Magnus Brach außerdem gemeinsam mit Aybike Gül für herausragende Leistungen im Fach Mathematik sowie für Samira Rieger in Informatik. Einen Fachpreis für Chemie erhielten Magnus Brach und Vera Essig. Geldgutscheine für sehr gute Gesamtleistungen durften Annika Huber, Denise Clevers, Joelina Jahns, Paula Lingenfelder, Jana Gartner, Elif Dogan und Milanka Sprengel entgegen nehmen.

 

 

Auch die Tutorinnen und Tutoren Björn Baumann für das Profil „Gesundheit und Biologie“, Jörg Öhler und Dr. Nicole Lehmann für das Biotechnologische Gymnasium und für das Sozialwissenschaftliche Gymnasium mit dem Profilfach „Pädagogik und Psychologie“ unter der Leitung der Tutoren Thorsten Eiselstein sowie Katharina Pöss und Michael Kress gratulierten ihren Schülerinnen und Schülern und richteten persönliche Worte an ihre Klassen, in denen die vergangenen drei Schuljahre in den Blick gefasst wurden. „May you live in interesting times“, wünschte beispielsweise Jörg Öhler, Thorsten Eiselstein gab zu bedenken: „Bleibt fröhlich, denn wenn man fröhlich ist, ist man meist gesund!“. Im Rückblick wurden häufig die außerschulischen Aktivitäten erwähnt, die im Pandemiezeitraum zwar reduziert werden mussten, aber dennoch im kleineren Rahmen stattfinden konnten, beispielsweise der Hüttenaufenthalt am Beginn der Eingangsklasse, der bei vielen besondere Erinnerungen hinterlassen hatte.

 

 

Die Schülerinnen und Schüler bedankten sich bei ihren Tutoren und Fachlehrkräften für die Unterstützung und Vorbereitung auf das Abitur und überreichten Blumen, persönlich gestaltete Alben und Klassenfotos oder Pralinen und Gutscheine.  

„Nun heißt es Abschied nehmen“, bemerkte Abteilungsleiter Hartmut Kühlmann abschließend und beglückwünschte die Abiturientinnen und Abiturienten nochmals, bevor die Feier im privateren Rahmen auf der Wiese hinter der Schule bei persönlichen Gesprächen ihren Ausklang fand.

 


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